Heimatwanderung am 30.03.2025
Bei keineswegs frühlingshaftem Wetter und kräftigem Wind trafen wir uns am Wanderparkplatz bei der Burgruine Niederhaus nahe Hürnheim am südlichen Riesrand. 15 Begleiter hatte Wanderführer Erich für diese Tour begeistern können.
Zunächst genossen wir die herrliche Aussicht in den Rieskrater von einem Hügel vor der Ruine aus, bevor wir über einen Steg hinter den aus dem 12. Jahrhundert stammenden Mauern verschwanden. Über eine kurze Kletterstelle auf der anderen Seite des alten Gemäuers führte uns ein Pfad hinab ins Kartäusertal. Gleich gegenüber schnauften wir über einen immer steiler werdenden Anstieg durch den Buchenwald hinauf zur Burgruine Hochhaus. Eine große Anstrengung bedeutete es für manche, den Mauerrand zu überwinden, doch mit gegenseitiger Hilfe kamen letztlich alle in das Innere der Burganlage. Es war sehr reizvoll, sich innerhalb der aus dem frühen Mittelalter stammenden Mauerreste zu bewegen. Arthur informierte uns dabei mit seinem fundierten Wissen über die Historie der einstigen Burg.
Nicht ganz so steil führte uns der Weg wieder ins Tal hinab. Am Forellenbach mit seinem glasklaren Wasser entlang wanderten wir nun zur Klosterkapelle von Christgarten. Bei einer kleinen Pause gab es köstlichen Likör zum Probieren.
Am Eingang eines komplett eingezäunten Waldgebietes, das sich in fürstlichem Besitz befindet, warnten uns Hinweisschilder vor der äußerst dichten Wildschweinpopulation. Tatsächlich bekamen wir auch einen „Schwarzkittel“ zu sehen.
Ein letzter Anstieg führte uns zurück zum Parkplatz, wo im Trockenrasen zwischen Wachholdersträuchern seltene Küchenschellen unsere Aufmerksamkeit erweckten.
In einem Gasthaus in Rudelstetten, mitten im Ries gelegen, fand der gelungene Ausflug bei gutem Essen ein geselliges Ende.
Engelbert Seider